Erzählbeispiele

Der Tempel der tausend Spiegel

Ein Gleichnis für Groß und Klein


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Auftritt in einer betreuten Grundschule

 

Mein Bekannter und ich treffen uns vor der betreuten Grundschule. Er wird zwischen den Märchen Flöte spielen. Der Auftritt findet im Musikraum statt. Dort gibt es eine schöne Bühne. Ich trage mein Mittelalterkleid, bodenlang aus rotem und schwarzem Linnen. Letzte Vorbereitungen werden getroffen und ein paar Kleinigkeiten abgesprochen.  Ich schmücke mit Tüchern  und gediegenen Lampen.

 

Mit einer kurzen Geschichte leite ich meine Märchenstunde ein. Die lieben Kleinen gehen nun auf eine Reise in eine Welt, in der alles möglich ist. Ein Zauber liegt in der Luft. Zu den einzelnen Märchen zeige ich den Kindern Gegenstände, gebe sie herum. Mit Staunen werden die Dinge aus der Anderswelt betrachtet. Die Kinder werden neugierig auf das bevorstehende Märchen.

 

Da ich nicht vorlese sondern aus dem Herzen heraus erzähle, entsteht ein ganz unmittelbarer Kontakt zum Zuschauer. Aufmerksam schauen mir die Kinder zu. Sie ahmen meine Bewegungen nach. Die Blumen, die sich wiegen im Wind, der Schmetterling, der flattert…

 

Sie lauschen den fröhlichen Klängen des Musikers.

 

Am Ende habe ich viele strahlende Kinderaugen vor mir. Ich verabschiede die Kinder an der Tür. Viele bedanken sich, einige geben mir die Hand, andere stürmen hinaus und winken mir lachend zu. Alle sehen glücklich aus.

 

 

 

Auftritt auf einem Bauernhof 

 

Glück gehabt: Die Sonne scheint! In einem kleinen Gärtchen etwas abseits vom Geschehen karren ehrenamtliche Helfer Strohballen herbei. Sie ordnen sie im Kreis an. Ich lege Decken bereit. Die Mitte schmücke ich. Als nun die Märchenstunde beginnen soll, gehe ich mit meiner kleinen Hexe  (die Handpuppe) auf  die Terrasse. Sie läutet die Himmelsglöckchen und ruft zur Märchenstunde. Nach und nach trudeln alle ein. Nun will ich erzählen. Aber, ach herrje! Die Hexe hat alle Märchen weggezaubert. Doch die Hexe bereut es und flüstert mir einen Reim ins Ohr mit dem wir jedes einzelne Märchen wieder zurück zaubern können. Die Kinder lernen den kurzen Reim. Ist ein Märchen zu Ende, zaubern sie mit dem Reim das Nächste wieder herbei. Sie rufen:

 Märchenerzählerin Lübeck Marietta Jeannette Rohde

Hexenbesen, Zauberwesen

Mondschein, Zauberei

Märchen komm herbei

 

"Wie bitte? Ich höre nicht!" Ja, es geht noch lauter. Am Ende der Märchenstunde heißt es dann:

 

Hexenbesen, Zauberwesen

Mondschein, Zauberei

die Märchenstund´ ist jetzt vorbei!

 

Zwischendrin erzähle ich Geschichten und Märchen über den geizigen Bauern, über eine Kuh auf dem Dach, vom Häschen, dass zwei Möhren fand, aber nur Hunger hatte für eine...

 

 

Einige Rückmeldungen nach einer Märchenstunde für Erwachsene

 

"Zurzeit kann ich mich gar nicht konzentrieren. Ich lese eine Seite und dann frage ich mich, was stand da eigentlich. Bei deinen Märchen aber, konnte ich sooo gut folgen. Das mag was heißen"

 

"Die tolle Märchenerzählerin"

 

"Ich habe den Troll aus deinem Märchen richtig vor mir gesehen..."

 

"Wie kannst du dir das alles merken!"

 

"Du hast mit so viel Leidenschaft erzählt..."

 

"Es war sooo schön. Ich bin verzaubert."

 

"......



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